Einfach erklärt … Die Welt des 🧲

By | August 7, 2026

Magnetfeld eines idealen zylindrischen Magneten mit der Symmetrieachse in der Bildebene Der Magnetismus ist eine physikalische Erscheinung, die sich unter anderem als Kraftwirkung zwischen Magneten, magnetisierten bzw. magnetisierbaren Gegenständen und bewegten elektrischen Ladungen äußert. Er lässt sich beschreiben durch ein Feld (Magnetfeld), das einerseits von diesen Objekten erzeugt.. Aufbau eines Magneten – Dauermagnet / Elektromagnet – Testfragen/-aufgaben 1. Was ist ein Dauermagnet und wie behält er seine magnetischen Eigenschaften? Ein Dauermagnet ist ein Material, das eine anhaltende magnetische Wirkung aufweist. Er behält seine magnetischen Eigenschaften aufgrund der Ausrichtung der magnetischen Domänen innerhalb des Materials, die auch nach dem Entfernen des.

Ein Magnet (von altgriechisch μάγνης λίθος mágnēs líthos, deutsch ‚Stein aus Magnesia‘, bzw. lateinisch lapis Magnēs über mittelhochdeutsch magnete, „Magnet, Magneteisenstein“) ist ein Körper, der ein magnetisches Feld in seiner Umgebung erzeugt. In diesem Feld werden bestimmte andere Körper magnetisch angezogen oder abgestoßen. Magnetische Anziehung oder Abstoßung ist ein grundlegendes Naturphänomen – der Magnetismus.

Grundlagen

Die Richtung und Stärke magnetischer Kräfte kann man durch Feldlinien anschaulich darstellen. Ein Magnet besitzt ein Magnetfeld, das durch seine Oberfläche hindurch auch in sein Inneres reicht. Die Oberflächenbereiche, die vom überwiegenden Teil des Magnetfeldes durchsetzt werden, heißen die „Pole“ des Magneten; nach gängiger Konvention treten die Feldlinien am „Südpol“ (meist grün dargestellt) in den Magneten ein und am „Nordpol“ (meist rot dargestellt) aus. Die Magnetfeldrichtung ist durch die Kraftwirkung auf einen Probemagneten definiert.

Magnetische Monopole, also einzelne Nord- oder Südpole ohne ihren Widerpart, sind spekulativer Natur und konnten bisher nicht experimentell nachgewiesen werden. Zwar haben Experimente monopolähnliche Strukturen in bestimmten Festkörpern nachgewiesen; auch diese treten aber stets paarweise auf und können zwar als Quellen der Magnetisierung, aber nicht des Magnetfelds selbst angesehen werden (siehe Magnetischer Monopol).

Auch viele Gesteine haben magnetische Eigenschaften. Das Erdmagnetfeld, nach dem sich Kompassnadeln ausrichten, entsteht nur zu einem geringen Teil durch solche magnetisierten Gesteine in der Erdkruste und zum großen Teil durch tiefer liegende Strömungen von elektrisch leitender Materie, also durch konkrete, makroskopische Ströme.

Man unterscheidet folgende Arten des Magnetismus:

  • Diamagnetismus
  • Paramagnetismus
  • Ferromagnetismus
  • Antiferromagnetismus
  • Ferrimagnetismus

Geschichte

Bevor der Zusammenhang von Magnetismus und Elektrizität bekannt wurde, waren magnetische Phänomene und Nutzungen nur unter Zuhilfenahme natürlicher Magneteisensteine zu beobachten und zu verwenden. Die praktische Anwendung galt vor allem dem Kompass. Dessen Prinzip war schon im vorchristlichen China und in der griechischen Antike bekannt. Nach dem römischen Dichter Lukrez (De rerum natura) wurden die Magneteisensteine nach der Landschaft Magnesia in Griechenland benannt, wo diese Steine schon sehr früh gefunden wurden. Eine weitere Anwendung war die Entfernung von in den Körper eingedrungenen Eisenspitzen aus einer Wunde. Solche „Magnetoperationen“ sind bereits in der altindischen Medizin nachweisbar und wurden später auch von Wilhelm Fabry beschrieben.

Bei Augustinus wird das Bild vom Magneten (lateinisch lapis magnetis) noch allegorisch verwendet. Der mittelalterliche englische Theologe und Naturforscher Alexander Neckam veröffentlichte gegen 1200 die frühesten europäischen Aufzeichnungen über die Magnetisierung von Kompassnadeln, und Petrus Peregrinus de Maricourt beschrieb 1269 erstmals die Polarität von Magneten. Grundlegendes zum Magnetismus, z. B. die Kenntnis von der Magneteigenschaft der Erdkugel, trug William Gilbert bei, indem er systematisch und experimentierend vorging, nach seinem Vorschlag konzentrierte man mithilfe kleiner Eisenkappen an den Polen der Magnetsteine die Kraftlinien. Servington Savery magnetisierte 1730, wie zuvor schon William Gilbert, Eisenstäbe durch Bestreichen mit natürlichen Magneten. Die ungebrochene Faszination des auch im 18. Jahrhundert in seinen Ursachen noch unklaren Magnetismus spiegelt der lange Artikel Magnet in der Oekonomischen Encyclopädie von Johann Georg Krünitz.
1820 entdeckte Hans Christian Ørsted Zusammenhänge zwischen elektrischem Strom und Magnetismus. Erst dies war die Voraussetzung für die Entwicklung der Elektrotechnik.

Dauermagnet

Dauermagneten (auch Permanentmagneten genannt) behalten nach einer Magnetisierung diese über lange Zeit bei. Zur Herstellung dienen heute metallische Legierungen aus Eisen, Nickel und Aluminium mit Zusätzen aus Cobalt, Mangan und Kupfer oder auch keramische Werkstoffe (Barium- bzw. Strontiumhexaferrit). Besonders starke Magneten werden im Sinterverfahren aus seltenen Erden hergestellt, wie zum Beispiel Samarium-Cobalt oder Neodym-Eisen-Bor. Verwendung finden Dauermagneten in Kompassen als Magnetnadel, in Elektromotoren, in elektrischen Messinstrumenten (zum Beispiel Drehspulinstrumenten), in Lautsprechern, Kopfhörern, Mikrofonen und Gitarrentonabnehmern sowie in vielen anderen modernen Geräten wie Druckköpfen von Nadeldruckern, Festplattenlaufwerken, Aktoren und Sensoren und Metall-Abscheidern. Die einfachste Anwendung als Haltemagnet auf Eisen hält Möbeltüren, Handtaschen, den Deckel einer extravaganten Kartonverpackung geschlossen, Dekoration oder Infotafeln an Blechstreben einer abgehängten Zwischendecke, Notizen auf einer „Magnettafel“ (eigentlich mittels Magnetknopf auf Blech), ein mit Stahlblech versehenes Smartphone auf einer Magnethalterung, eine Warn- oder Arbeitsleuchte auf Autoblech, Pseudopiercings etwa an der Wange.

Mit Hilfe eines von einem anderen magnetischen Körper oder durch elektrischen Strom erzeugten Magnetfeldes können ferromagnetische Stoffe vorübergehend (sogenannter induzierter Magnetismus) oder dauerhaft durch Ausrichtung der Weiss-Bezirke selbst zu Magneten werden.

Auf diese Weise werden übliche Dauermagneten hergestellt.

Elektromagnet

Elektromagneten bestehen im Allgemeinen aus einer oder zwei stromdurchflossenen Spulen, meistens mit einem Kern aus einem weichmagnetischen Werkstoff, im einfachsten Fall aus Weicheisen. Diese Anordnung führt zu einem starken Magnetfeld, siehe hierzu Elektromagnetismus. Man verwendet Elektromagneten für zahlreiche kleine und große technische Einrichtungen, z. B. fremderregte Elektromotoren und Generatoren, Relais, Schütze, Zug-, Hub- und Stoßmagneten, elektrischer Türöffner.

Wechselstrom-Elektromagneten finden sich in Membranpumpen (z. B. zur Aquarium-Belüftung) und Schwingförderern.

Als Sonderfall weisen Ablenkspulen beispielsweise in einer Kathodenstrahlröhre keinen Kern auf und wirken so, als Luftspule, ebenfalls als Elektromagnet.

Mit Elektro-Magnetfiltern können ferromagnetische Feststoffe aus Flüssigkeiten abgetrennt werden. Diese Feststoffe bestehen überwiegend aus Eisenoxiden. Diese werden beispielsweise aus den Umlaufkondensaten von Kraftwerken und den Umlaufwässern von Fernheiznetzen abfiltriert.

Magnetische Flussdichte

Ab einer magnetischen Flussdichte von etwa 2 T (Sättigungsfeldstärke) sind die üblichen ferromagnetischen Werkstoffe für den Kern eines Elektromagneten in der Sättigung und können nicht mehr zur Verstärkung des Feldes beitragen. Ohne die Unterstützung durch den Kern können z. B. wie in einer Luftspule auch bedeutend größere Flussdichten erreicht werden, allerdings mit viel höherem Energieaufwand.

Supraleitung

Bei Verwendung von supraleitenden Werkstoffen zur Wicklung eines Elektromagneten ist es möglich, magnetische Flussdichten bis ca. 20 Tesla im Dauerbetrieb zu erreichen. Da die Sprungtemperatur der Supraleitung bei solchen Magnetfeldern und Stromdichten stark absinkt, müssen die Spulen dazu in mit flüssigem Helium gefüllten Kryostaten durch Siedekühlung bei Unterdruck auf deutlich unter 4 K gekühlt werden.

Solche Magneten sind z. B. für Kernspinresonanzspektroskopie (NMR), Kernspintomografen oder kontinuierlich arbeitende Kernfusionsreaktoren erforderlich. Im Jahr 2009 besaß der stärkste kommerziell erhältliche NMR-Magnet eine Flussdichte von 23,5 T (Bruker).

Anwendungen

Ablenkmagnet

Ein Ablenkmagnet ist ein Magnet (fast immer Elektromagnet), der in einem technischen Gerät eingesetzt wird, um einen Strahl aus geladenen Teilchen (z. B. Elektronen) in eine andere Richtung abzulenken. In diesem Fall wird auch eine kernlose Spule als Magnet bezeichnet.

Ablenkmagneten nutzen die Lorentzkraft, die bewegte elektrische Ladungen in einem magnetischen Feld zu einer Richtungsänderung zwingt. Ist das Feld homogen, durchfliegen die Teilchen dabei einen Kreisbogen quer zur Magnetfeldrichtung. Das Magnetfeld kann permanent oder induktiv erzeugt werden. Letztere Variante erlaubt schnelle Änderungen der Feldstärke.

Die Richtungsänderung dient meist der Fokussierung oder Lenkung eines Strahls. Zur Ablenkung von Elektronen sind Ablenkmagneten Bestandteile von:

  • Kathodenstrahlröhren (Oszilloskope, Röhren-Monitore)
  • Elektronenmikroskopen (magnetische Linsen im TEM, REM)
  • Elektronenstrahl-Schweißanlagen

Auch in Teilchenbeschleunigern und ihren Strahlführungen werden geladene Teilchen mit Dipolmagneten auf bestimmte Bahnen gelenkt.

Umgekehrt erlaubt der Winkel der Richtungsänderung bei bekannter Ladung Rückschlüsse auf die Masse der abgelenkten Teilchen. Dies ist die Grundlage der Massenspektrometrie.

Wirkung auf magnetische Datenträger

Kommt ein magnetisch aufzeichnender Datenträger (Festplatte, Magnetstreifen einer Kreditkarte, Tonbandspulen o. ä.), in die Nähe eines stärkeren Magneten, kann das einwirkende Magnetfeld zu Datenverlusten durch Überschreiben der magnetischen Informationen des Datenträgers führen. Ein bekanntes Beispiel dafür sind die Magnethalterungen von Klapptischen in Interregio-Zügen der Deutschen Bahn AG, die nicht an der Arretierposition (Lehne), sondern im Tisch angebracht, also in der Tischauflagefläche eingearbeitet waren. Die Festplatten aufliegender Laptops wurden durch diese Magnethalterungen nicht nur gelöscht, sondern beschädigt, die Datenverluste konnten nicht rückgängig gemacht werden. Oft kommt es auch an Ladenkassen zur Zerstörung von EC-/Kreditkarten, weil dort manche Waren-Diebstahlsicherungen mittels eines starken Magneten entfernt werden.

Siehe auch

  • Schaltbarer Magnet

Literatur

  • Klaus D. Linsmeier, Achim Greis: Elektromagnetische Aktoren. Physikalische Grundlagen, Bauarten, Anwendungen. In: Die Bibliothek der Technik, Band 197. Verlag Moderne Industrie, ISBN 3-478-93224-6.
  • Hans Fischer: Werkstoffe in der Elektrotechnik. 2. Auflage, Carl Hanser Verlag, München/Wien 1982, ISBN 3-446-13553-7.
  • Horst Stöcker: Taschenbuch der Physik. 4. Auflage, Verlag Harry Deutsch, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-8171-1628-4.
  • Das große Buch der Technik. Verlag für Wissen und Bildung, Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH, Gütersloh 1972.
  • Günter Springer: Fachkunde Elektrotechnik. 18. Auflage, Verlag – Europa – Lehrmittel, Wuppertal 1989, ISBN 3-8085-3018-9.
  • Horst Kuchling: Taschenbuch der Physik. 4. Auflage, Verlag Harry Deutsch, Frankfurt am Main 1982.
  • Johannes Crüger: Schule der Physik: als Anleitung zur Anstellung einfacher Versuche (Buch von 1870) Google Books online.

Weblinks

  • Grundlagen des Magnetismus, Permanentmagneten, Permanentmagnetmaterialien, Elektromagnetismus

Einzelnachweise


PPT fachlicher Hintergrund und Unterrichtsvorschläge

PPT fachlicher Hintergrund und Unterrichtsvorschläge


der Erde • Erklärung und Nutzen

der Erde • Erklärung und Nutzen · [mit Video]


SimplyScience Die geheimnisvolle Kraft der

SimplyScience Die geheimnisvolle Kraft der


zentralteams Webseite!

zentralteams Webseite!


— Grundwissen Physik

— Grundwissen Physik


Wie Funktioniert Ein GDXGQ

Wie Funktioniert Ein GDXGQ


PPT Wichtiges Grundwissen für den Lehramtsstudierenden

PPT Wichtiges Grundwissen für den Lehramtsstudierenden


Wie funktioniert ein » Blogtotal

Wie funktioniert ein » Blogtotal


Zwei

Zwei


Was Ist Das Feld

Was Ist Das Feld


Aufbau und Funktion einfach erklärt

Aufbau und Funktion einfach erklärt


Wie funktioniert ein 4. Folge YouTube

Wie funktioniert ein 4. Folge YouTube


Grundlagen YouTube

Grundlagen YouTube


Einfach erklärt … Die Welt des

Einfach erklärt … Die Welt des 🧲


PPT DER ! PowerPoint Presentation, free

PPT DER ! PowerPoint Presentation, free download ID4071767


Wie funktioniert ein YouTube

Wie funktioniert ein YouTube


sichtbar machen, Geheimnisvolle Kräfte

sichtbar machen, Geheimnisvolle Kräfte


Funktionsweise und wissen.de

Funktionsweise und wissen.de


Einfach erklärt … Die Welt des

Einfach erklärt … Die Welt des 🧲


Teil 5 Induktion Elektropraktiker

Teil 5 Induktion Elektropraktiker

Habt ihr euch jemals gefragt, warum Magnete an manchen Dingen haften und an anderen nicht? Oder wie es möglich ist, dass ein Kompass immer nach Norden zeigt? Magnete sind überall um uns herum und sie haben faszinierende Kräfte, die uns im Alltag auf viele Arten helfen. In diesem Blogbeitrag erkunden wir gemeinsam die faszinierende Welt des Magnetismus! Wir finden heraus, was Magnete sind.. Ein Magnet zeichnet sich dadurch aus, dass er bestimmte Materialien magnetisch anziehen oder auch abstoßen kann. Alle Magnete haben immer einen Nord- und einen Südpol. Ob sie sich anziehen oder abstoßen, hängt davon ab, wie ihre Pole zueinander stehen. Wahrscheinlich hast du schon einmal einen solchen Stabmagneten im Unterricht gesehen.