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By | July 9, 2026

Trageweise des Dienstgrades (hier Oberst auf einer 1970er Kragenjacke) auf Jacken der Kragenserie von 1965 bis zum Ende der DDR (von 1965 bis 1990 dann im Strichtarnmuster).. NVA – Dienstgrade Dienstgrade Dienstgrade der Landstreitkräfte der NVA Soldat Gefreiter (bis 18 Monate Dienstzeit) Stabsgefreiter Unteroffiziersschüler (6 monatiger Vorbereitungslehrgang) Unteroffizier Unterfeldwebel (bis 3 Jahre Dienstzeit) Feldwebel Oberfeldwebel Stabsfeldwebel (bis 10 Dienstzeit)

Dieser Artikel zeigt die Dienstgrade der Nationalen Volksarmee, die von 1956 bis 1990 die Armee der Deutschen Demokratischen Republik war.

Ausführung

Die Ausführung der Dienstgradabzeichen folgten in ihrem Aussehen der Tradition der Wehrmacht, jedoch mit einigen Modifikationen. So wurden die Armwinkel des Gefreiten und Stabsgefreiten durch ein bis zwei Quertressen auf den Schulterklappen ersetzt. Der Tressenbesatz an Kragen und Schulterklappen der Unteroffiziere und Unterfeldwebel blieb hingegen im Vergleich zur Wehrmacht ebenso unverändert wie die Sterndistinktionen für Feldwebel, Oberfeldwebel und Stabsfeldwebel. Die Schulterstücke der Offiziere stellten eine Kompromisslösung dar: die Grundform aus Plattschnur oder Flechtwerk sowie die Gestalt der Rangsterne stimmten mit denen der Reichswehr überein. Die Anordnung der Rangsterne folgte jedoch dem Muster der Sowjetarmee.

Mit der Einführung der sowjetischen Dienstgradstruktur für die Offiziere wurde auch der Dienstgrad des Unterleutnants wieder eingeführt (in Deutschland war die Bezeichnung Unterleutnant nach 1898 außer Gebrauch gekommen). Im Gegenzug entfiel der Rang des Generals der Waffengattung (General der Infanterie, General der Artillerie u. ä.), der bisher der nächsthöhere über dem Generalleutnant war. Auf diesen folgte nun unmittelbar der Generaloberst, gefolgt vom Armeegeneral.

Ebenfalls dem sowjetischen Muster folgte die Einführung der Dienstgradgruppe der Fähnriche 1974 (mit zunächst einem Rang), fünf Jahre später erweitert um die Dienstgrade Oberfähnrich, Stabsfähnrich und Stabsoberfähnrich. Diese rangierten zwischen den Feldwebeln und den Offizieren. Ihre Dienstgradabzeichen bestanden aus zwei auf das Grundtuch der Schulterstücken aufgelegten Silberplattschnüren. Zur Einführung der Dienstgradgruppe der Fähnriche trugen sie zwei übereinander angeordnete goldene Rangsterne. Als besondere Kennzeichnung trugen die Fähnriche auf dem linken Oberarm der Uniform ein Ärmelabzeichen. Anfangs waren auf diesem Sterne deren Anzahl das Dienstalter widerspiegelte. Nach zehn Dienstjahren gab es den ersten Stern, nach 15 bzw. 20 Jahren jeweils einen weiteren Stern. Zum 1. Oktober 1979 wurden weitere Fähnrichsdienstgrade eingeführt und zwar nach dem Fähnrich der Ober-, Stabs- sowie Stabsoberfähnrich. Zur Unterscheidung dienten dann ein bis vier senkrecht übereinander angeordnete Rangsterne die nur für eine sehr kurze Zeit, etwa eine Woche, silberfarben waren. Durch massive Beschwerden der Fähnriche, die einen Stern weniger sowie die Änderung der Sternfarbe von gold auf silber als Herabstufung empfanden, wurde wieder auf goldfarbene Sterne zurückgekehrt. Mit Einführung der weiteren Fähnrichsdienstgrade entfielen die Sterne auf dem Ärmelabzeichen. Die Fähnriche trugen Uniform und Ausrüstung der Offiziere, denen jedoch die zur Paradeuniform getragene silberne Feldbinde, der Ehrendolch und ab 1977 die Achselschnur vorbehalten blieb.

Schulterstücke, Aufnäher und Ärmelabzeichen

Die Schulterstücke der Leutnante und Hauptleute bestanden aus einfacher Silberplattschnur. Den Unterleutnant zeichnete ein Rangstern aus, den Leutnant zwei nebeneinander gesetzte Rangsterne, den Oberleutnant drei zum gleichmäßigen Dreieck formierte Rangsterne. Beim Hauptmann saß über der Dreiecksformation ein weiterer Rangstern.

Stabsoffiziere hatten silbern geflochtene Schulterstücke mit einem Rangstern für den Major, zwei Sternen für den Oberstleutnant, drei Sternen für den Oberst.

Bei den goldfarbenen Generalsabzeichen, bestehend aus zwei außen liegenden Goldschnüren und einer innen liegenden Silberschnur, waren für den Generalmajor, Generalleutnant, Generaloberst und Armeegeneral die Rangsterne senkrecht übereinander gesetzt. Bis Mitte der 60er Jahre wurden die Schnüre, wie bei den Schulterstücken der Generale der Wehrmacht, in vier Schlaufen gelegt; später waren es fünf Schlaufen. Die Generalssterne waren im Gegensatz zu den Sternen der unteren Dienstgradgruppen fünfeckig und hatten einen Durchmesser von 15 mm. Die Ernennung eines Marschalls der DDR wäre nur im Verteidigungsfall oder für besondere militärische Leistungen erfolgt. Sein Rangstern wäre ein fünfstrahliger Ordenstern mit Rubineinlage mit 40 mm Durchmesser gewesen.

Der Militärmusikdienst trug nach alter preußischer Tradition an beiden Ärmelansätzen die charakteristischen Schwalbennester.

Auf Flieger- und Technikerkombis bei den Luftstreitkräften wurden aus Arbeitsschutzgründen keine Schulterstücke verwendet. Der Dienstgrad wurde mit einem Streifencode auf der linken Brustseite kenntlich gemacht, beginnend beim Dienstgrad Unteroffizier mit einem sieben Millimeter breiten Streifen auf grauem oder blauem Grund. Ab 1984 entsprach der Streifencode der Offiziere den Ärmelstreifen bei der Marine.

Landstreitkräfte, Luftstreitkräfte und Grenztruppen

Anmerkung:
Die verschiedenen Farben standen für unterschiedliche Waffengattungen, Truppengattungen, Spezialtruppen und Dienste. Siehe dazu:

Generale

Offiziere

Fähnriche

Unteroffiziere

Unteroffiziere der Waffengattung Artillerie bzw. Raketentruppen und Artillerie führten den Dienstgrad Wachtmeister. Dabei entsprach der

  • Unterwachtmeister dem Unterfeldwebel
  • Wachtmeister dem Feldwebel
  • Oberwachtmeister dem Oberfeldwebel
  • Stabswachtmeister dem Stabsfeldwebel.

Die Schulterstücke glichen denen der entsprechenden Feldwebeldienstgrade.

Mit der Neufassung der Dienstlaufbahnordnung 1973 wurden durch Beschluss des Ministerrates die bisherigen Regelungen zu den Dienstgraden aufgehoben und die Dienstgrade der Unteroffiziere der Landstreitkräfte vereinheitlicht.

Mannschaftsdienstgrade

Soldaten der verschiedenen Waffengattungen der Landstreitkräfte trugen den 1. Dienstgrad der Waffengattung, z. B. Kanonier in der Waffengattung Artillerie.

Soldaten der Luftstreitkräfte der NVA trugen als 1. Dienstgrad den Dienstgrad Flieger.

Mit der Neufassung der Dienstlaufbahnordnung 1973 wurden durch Beschluss des Ministerrates die bisherigen Regelungen zu den Dienstgraden aufgehoben und die Dienstgrade in der NVA vereinheitlicht.

Sonderbekleidung, alle Dienstgradgruppen

Entwurf Dienstgradabzeichen der NVA zu Felddienstanzug (FDA), Arbeitsuniform und Sonderbekleidung für alle Teilstreitkräfte sowie Teile der Volksmarine, hier:

  • Uniform-Trage-Versuch (UTV) wahrscheinlich ab 1985 im Bereich LSK/LV durch technisches –, ingenieur-technisches – und fliegendes Personal.

Volksmarine

Admirale

Offizierkorps (Offiziersschüler)

Fähnriche

Bootsleute

Mannschaftsdienstgrade

Literatur

  • Klaus Feder, Jürgen Wagner, Rolf Swoboda: Militärische Abzeichen der Deutschen Demokratischen Republik. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1988, ISBN 3-327-00523-0.
  • Klaus-Ulrich Keubke, Manfred Kunz: Militärische Uniformen in der DDR 1949–1990. E.S. Mittler & Sohn GmbH, 2005, ISBN 978-3-8132-0915-0.
  • Ministerium für Nationale Verteidigung der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.): Handbuch Militärisches Wissen. NVA-Ausgabe, 17. Auflage. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1988, ohne ISBN.
  • ZDv 2/65 Fremde Streitkräfte – Uniformen der Nationalen Volksarmee und der paramilitärischen Organisationen der SBZ. Bonn 1969.
  • Ministerium für Nationale Verteidigung der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.): DV 010/0/005 Uniformarten und ihre Trageweise – Bekleidungsvorschrift 1990.

Weblinks

Einzelnachweise


Offiziersdienstgrade Die Dienstgrade der NVA ZFCZBQ

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DDR Dienstgrade Uniformen und Effekten

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Uniformen und Dienstgrade der NVA

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Dienstgrade BGS NVAGT

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DDR / NVA Konvolut verschiedene Schulterklappen

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DDR / NVA Satz Schulterklappen Dienstgrade

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DDR Dienstgrade Uniformen und Effekten

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Uniformen der DDR VOLKSMARINE SEESTREITKRÄFTE Dienstgradabzeichen

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Generalmajor der Luftstreitkräfte der NVA DDR

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Dienstränge der Deutschen Reichsbahn Seit Beginn bis zum Jahre 1991 war der Dienstrang bei der Deutschen Reichsbahn ein fester Bestandteil im Dienstverhältnis des Eisenbahners, ob als Beamter oder als Angestellter. Jeder Eisenbahner war im dienstlichen Verkehr verpflichtet und außerdienstlich berechtigt, den verliehenen Dienstrang zu führen.. Die Anordnung der Rangsterne folgte jedoch dem Muster der Sowjetarmee – wie in allen anderen Warschauer Paktstaaten auch. Mit der Einführung der sowjetischen Dienstgradstruktur für die Offiziere wurde auch der Dienstgrad des Unterleutnants wieder eingeführt (in Deutschland war die Bezeichnung Unterleutnant nach 1898 außer Gebrauch gekommen).